Camping Agriculture
Heute gar nicht weit gefahren. Da wir den laut Wetterbericht letzten Tag mit Sonne und über 20 Grad nicht im Womo verbringen wollten, fuhren wir erst einmal nur bis Malcesine. Das wollten wir uns schon wegen seines klangvollen Namens ansehen und dort ein wenig Cappuccino in der Sonne schlürfen!
Es macht seinem Namen alle Ehre... Eine Puppenstube ist nichts dagegen 🥳🌞🙃. 5 Sterne auf der 'So nice - Skala' ! Die kleinen Gassen wurden gerade mit Hochdruck abgespritzt, so dass man vom Kopfsteinpflaster hätte essen können...
Gegen Mittag wollten wir uns in Bardolino auf einen schönen Platz stellen, der direkt am Wasser lag. Municipale, der Gemeindeplatz. Leider kam uns der Greenpass wieder in die Quere, keine Chance. Großer Frust bei uns. Aber nicht lange gefackelt, im nächsten Örtchen einen Parkplatz angesteuert und ab ans Seeufer, eine Stunde auf den warmen Kieseln gelegen und die Sonne genossen...
Danach gab es fürstliches Essen in einem Restaurant direkt am Seeufer - mit einem obernetten Kellner. Keine Spur von Green... irgendwas 🙃😉. Chrissi lud zu Nudeln ein. Yep, auch die können die Italiener. Heiß, al dente und mit leckeren Zutaten! Der neongrüne Limoncelli zum Schluss, ein Zitronenlikör, schmeckte leider nicht so lecker wie erhofft. Aber man muss ja auch nicht alles mögen...
Unterdessen gingen auf der Promenade die schrägsten Leute vorbei und boten uns Anlass zur Belustigung 😂.
Nach dem Essen machten wir mit Pepe noch einen Spaziergang und suchten uns dann einen neuen Campingplatz auf der Landkarte aus. Ein Platz auf einem Bauernhof, weiter oben im Hinterland, mit Olivenbäumen und Kräutergarten, das klang nett... Wir schickten Stoßgebete in den Himmel, dass das Grüne keine Rolle spielen möge...
Nein, tat es nicht! Wir wurden sehr herzlich empfangen, auch Pepe war willkommen, Fahrräder waren im Preis inbegriffen und es gab, zu Chrissis absoluter Begeisterung, ein separates Dusch-/Klohäuschen für jeden der 11 Plätze! Das hatte ich tatsächlich noch nie beim campen...
Um kurz nach 6 schnappten wir uns noch 2 Fahrräder und fuhren ans Seeufer. Bei wunderschönem Abendlicht mussten wir unbedingt ein paar tolle Photos machen. Es war total menschenleer, was sicher daran lag, dass wir uns zwischen 2 Baustellenabschnitten befanden... Daher kamen wir in die eine Richtung auch gar nicht weiter, denn ein Bauzaun und ein aufgerissener Weg versperrte uns die Weiterfahrt. Also in die andere Richtung losgeradelt. Aber verflixt, auch hier landeten wir an einem unüberwindlichen Zaun! Dieser endete allerdings knapp einen halben Meter im Wasser. Und Chrissi wollte partout nicht den ganzen Weg zurück...
Es endete mit hochgekrempelten Hosen, kalten Füßen (9,8 Grad Wassertemperatur 😉) und zwei Rädern auf der anderen Seite des Zauns, wouuuuuh....
Und dann kamen wir ewig vom See nicht weg. Gefangen am Ufer. Rechts ein Hotel und ein Campingplatz neben dem anderen. Viele noch geschlossen. Eingezäunt, kein Durchkommen zur Hauptstraße. Alles verrammelt. Muss im Sommer die Hölle sein hier... 😱
Endlich dann doch ein kleiner öffentlicher Weg zur Straße hoch. Wo wir im letzten Tageslicht zurück zum Campingplatz geradelt sind. Bergauf. Fluchend.
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