Höllenritt űber den Appennin
Von Montova aus, wo wir gestern Abend immerhin einen Platz mit Strom und Wasser gefunden haben, fuhren wir heute Richtung Pisa. Auf der Karte sahen wir schon, dass es mal wieder mitten durch die Berge ging. Aber was uns da erwartete, uiuiuiiii, damit hatten wir nicht gerechnet...
Noch dazu ließ uns das Wetter endgültig im Stich. Alles grau in grau und oben in den Bergen 4 Grad und Schneereste! 1500 Meter hoch.
Streckenweise waren die Straßen so schmal, dass wir Stoßgebete in den Himmel schickten, dass uns niemand entgegen kommen möge. Erstaunlicherweise kamen uns nur 2 Laster entgegen, und die genau an Stellen, wo ein aneinander vorbei fahren möglich war, göttliche Fügung, anders konnte es gar nicht sein... Aber die schroffen Felsen, kleinen Gebirgsbäche, ausgestorben wirkenden Bergdörfer und steilen Schluchten waren wirklich atemberaubend. Wir fuhren an Modena und San Pellegrino vorbei... Mehrfach hatte ich Sorge, wir stürzen ab, aber Chrissi kurvte uns souverän und mit großem Vergnügen um die allerfeinsten Haarnadelkurven 🙃😊.
Und dann waren wir endlich am Meer... Da, wo wir es vermuteten, war aber leider alles gruselig grau und regenverhangen. Und natürlich hatte der Campingplatz, den wir ausgesucht hatten, noch geschlossen... Der zweite auch...
Jetzt stehen wir auf einem Gartenplatz am Fuß der Berge, mit angeschlossener Gärtnerei, auf den man nur durch ein elektronisches Tor gelangt. Alles ausgestorben, der Besitzer ließ uns freundlich herein, Strom gibt es, alles andere noch nicht... 😭
Einen Schlüssel für das Tor gab er uns leider nicht, so dass wir auf dem Gelände quasi gefangen sind. Der Spaziergang mit Pepe zum nahegelegenen Restaurant fiel flach, da wir zwar von innen das Tor manuell öffnen können, aber dann nicht mehr hereinkommen! Morgen wollen wir daher einfach flüchten - einsperren geht ja gar nicht!
In der wunderschönen Gärtnerei fanden wir einen Orangenbaum mit Früchten dran... Eine haben wir gemopst und verspeist. Mit Ravioli aus der Dose und viel Wein beschließen wir den Abend, während der Regen nur so auf das Camperdach rauscht.
Morgen schauen wir uns den schiefen Turm noch an (wenn wir schon mal da sind...) und dann geht's wieder hoch Richtung Genua, wo das Wetter besser sein soll.
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