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Heidelberg und das beste Eis der Welt

 Wir sind dann am Dienstag Morgen gemütlich über Landstraßen aus der Schweiz gezuckelt... Richtung Konstanz am Bodensee. Grenzübergang war unspektakulär, auf einmal hieß es wieder Deutschland, gut erkennbar an den vielen maskierten Gesichtern... Obwohl - da gab es auch deutliche Unterschiede auf der Fahrt durch die verschiedenen Bundesländer 😊. Zunächst stießen wir ganz zufällig auf ein Weingut, das höchste Weinanbaugebiet Deutschlands und ganz oben über den Weinfeldern entdeckten wir eine Burgruine. Da Pepe (und wir) einen Spaziergang brauchte/n, erklommen wir den Berg... Durch Weinfelder, ein kleines Wäldchen, über hölzerne Treppen und Wiesen mit einem prächtigen Ausblick bis zum Bodensee. Die Burgruine Hohentwiel konnten wir nur teilweise durchwandern, im einsamen Kassenhäuschen verlangte man Eintritt für einen Teil der alten Steine.... Das haben wir uns geschenkt. Gemütlich sind wir vom Berg wieder heruntergestiegen und dann abends in Heidelberg angekommen. Auf einem Platz mit...

Die ordentliche Schweiz

 Am Morgen fuhren wir zeitig los und hatten zunächst eine panoramamäßig phantastische Strecke direkt am Ufer des Lago Maggiore. Wirklich eine Augenweide... Im letzten größeren Ort vor der Grenze zur Schweiz hielten wir nochmal bei einem Supermarkt an, um uns mit italienischem Parmesan und Nudeln einzudecken. Es gab eine Sorte im Sonderangebot - allerdings nur riesenklumpenweise, so dass wir jetzt mit Parmesan bis schätzungsweise Weihnachten eingedeckt sind 🙃🤣. Die Grenze - unspektakulär. Kein Mensch in den verlassenen Zollhäuschen zu sehen, kein Test mehr nötig, kein Impfausweis, keine Maskenpflicht. Normalitãt! Und das fühlte sich surreal an, irre... Es ging noch eine Weile weiter am Lago Maggiore, aber die Häuser waren nicht mehr so schön. Dann bogen wir irgendwann ab Richtung Gotthardtunnel und Zürich. Mal wieder durch die Alpen... Auch hier wundervolle Landschaft und Panoramaberge. Wir wunderten uns, dass keine Mauthäuschen kamen... Und dann war er plötzlich da, 17 endlose Km...

Lago Maggiore

 Mit leichtem Bedauern verließen wir den wunderbaren Bauernhofcampingplatz heute morgen Richtung Lago Maggiore. Die Strecke direkt am Ufer des großen Sees ist so traumhaft schön, dass man es kaum beschreiben kann. Im Hintergrund noch schneebedeckte Alpen und im kleinen Café in der Sonne am Ufer wunderbare Wärme auf der Haut. Unser Ziel hieß Baveno, ein malerischer Ort mit einem Camperplatz direkt am See, der seit 1.4. geöffnet sein sollte... Glücklicherweise war er das auch und wir können aus der großen Frontscheibe tatsächlich direkt in die Berge auf der anderen Seite schauen, was für ein Panorama! Ein Spaziergang den Berg hoch in die Stadt führte uns unter anderem durch steile Gassen an ganz alten Häusern vorbei, in eine schöne Kirche und an sehr edlen Hotels entlang... Nobel geht die Welt zugrunde am Lago Maggiore... Noch ist hier wenig los, im Sommer ist bestimmt Schaulaufen angesagt 😉. In einem kleinen Restaurant genossen wir ein leckeres Panini in einer windgeschützten Ecke....

Camping Agriculture II

 Nach einem geruhsamen Tag, den wir am Mittelmeer in wechselnden Orten verbracht haben, um dann wieder auf geschlossene Campingplätze zu treffen und letztlich auf einem Parkplatz mit Strom zu stranden, starteten wir heute von Savona aus Richtung Mailand. Vor den Toren Mailands im Hinterland fanden wir wieder einen Agriculture Camperplatz, der einen ganz besonderen Charme versprüht. Halb verfallen, halb richtig schön renoviert stehen wir mit 8 anderen Wohnmobilen auf diesem Hof mit Strom und Wasser und allem, und einem kleinen Bioladen, in dem wir Mara und Max trafen. Max leitet ein Restaurantprojekt mit psychisch angeschlagenen Menschen hier im Ort und lud uns ein, heute Abend bei ihm zu speisen...  Am Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang über die umliegenden Felder und Wiesen, der in einem nahegelegenen Shoppingcenter endete. Das war der Knaller, durch einen Hintereingang mitten im absoluten Trubel zu landen, wo es allesallesalles gab, und der arme Hund mittendrin! D...

Dringende Bedürfnisse

 Heute morgen von prasselndem Regen aufgewacht. Der Platz um den Camper herum eine einzige große Pfütze. Bäh!  Chrissi zog todesmutig den Stromstecker und ich holte mir nasse Füße, als ich das große Rolltor am Schalter von innen öffnete. Wir türmten reuelos vom Platz. 😂 Der Plan war, als allererstes in Pisa ein Café mit Toilette zu finden, es galt, dringende Bedürfnisse zu erledigen.... Danach musste ich unbedingt einmal vor diesem schiefen Teil stehen, geht ja gar nicht, in Pisa zu sein und kein Photo vom Turm mitzunehmen! Chrissi hat schon eines...  Bei dem verflixten Mistwetter war es nicht so leicht, ein offenes Café zu finden. Mehrmals fuhren wir hin und her über den Arno und hatten auch nicht so richtig Lust, allzu weit entfernt von einer Cafébar zu parken... Es fehlte mindestens ein Regenschirm...  Irgendwann musste aber unbedingt eine gefunden werden, sofort. Es tauchte auch ein kleines Lokal auf, und unser Riesenmobil wurde im absoluten Halteverbot geparkt,...

Höllenritt űber den Appennin

 Von Montova aus, wo wir gestern Abend immerhin einen Platz mit Strom und Wasser gefunden haben, fuhren wir heute Richtung Pisa. Auf der Karte sahen wir schon, dass es mal wieder mitten durch die Berge ging. Aber was uns da erwartete, uiuiuiiii, damit hatten wir nicht gerechnet... Noch dazu ließ uns das Wetter endgültig im Stich. Alles grau in grau und oben in den Bergen 4 Grad und Schneereste! 1500 Meter hoch.  Streckenweise waren die Straßen so schmal, dass wir Stoßgebete in den Himmel schickten, dass uns niemand entgegen kommen möge. Erstaunlicherweise kamen uns nur 2 Laster entgegen, und die genau an Stellen, wo ein aneinander vorbei fahren möglich war, göttliche Fügung, anders konnte es gar nicht sein... Aber die schroffen Felsen, kleinen Gebirgsbäche, ausgestorben wirkenden Bergdörfer und steilen Schluchten waren wirklich atemberaubend. Wir fuhren an Modena und San Pellegrino vorbei... Mehrfach hatte ich Sorge, wir stürzen ab, aber Chrissi kurvte uns souverän und mit gro...

Hurra, der Strom ist wieder da!

Heute morgen war es im WoMo ziemlich schattig, weil die Heizung des Nachts ausgefallen war... Chrissis ambitioniertes herumklicken auf dem Panel, wo man die Heizung, das Wasser, den Strom und das Gas regulieren/einstellen kann, führte leider nicht zum gewünschten Ergebnis 😱. Noch dazu leuchtete ein rotes Warndreieck, Fehlercode E5 21 H oder so. Angesichts der Wetter- Prognose (es soll deutlich kühler werden) sahen wir schon die Schlagzeile vor uns : Camperinnen in Wohnmobil erfroren, Hund überlebte knapp! Nein, nein, so kommt es natürlich nicht, denn wir haben dann beschlossen, dass sich das von allein wieder regeln wird. Der Platznachbar hatte uns erzählt, dass die Stromanschlüsse des gesamten Platzes vor kurzem ausgefallen waren... Und deshalb fuhren wir erst einmal los Richtung Sirmione, ein Ortsname, der wie eine Eissorte klingt und mittendrin auf der Südseite des Gardasees liegt, auf einer in den See hineinragenden Landzunge.  Nach der wie meistens etwas schwierigen Parkplatz...